Sonderunterricht für geflüchtete Kinder ist der falsche Weg

Pressemitteilung vom 9. Mai 2018

Einige Politiker fordern derzeit, dass Kinder mit Fluchterfahrung getrennt beschult werden. Bevor sie in die Regelklasse dürfen, soll sie eine "Sprach- und Wertevermittlung" erhalten. Dazu die Sprecher*innen der neuen deutschen organisationen: "Sonderunterricht für ausländische Kinder bedeutet, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Wir wissen, wovon wir sprechen. Viele von uns haben schlechte Erfahrungen mit pädagogischen Sondermaßnahmen für Migrantenkinder gemacht. In Muttersprachklassen oder Sonderschulen haben viele nie die Chance erhalten, ihre Talente zu entfalten und richtig Deutsch zu lernen. So kommt es, dass der Anteil von Schüler*innen aus Einwandererfamilien in Gymnasien oder unter geförderten Hochbegabten in Deutschland deutlich geringer ist, als in anderen Einwanderungsländern."

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

Koalitionsvertrag & neues Kabinett: Weiß, kurzsichtig, falsch

Pressemitteilung 12.3.2018

Die Zusammensetzung des neuen Bundeskabinetts kritisieren die neuen deutschen organisationen (ndo) heftig. Mehr als jedes dritte Kind in Deutschland lebt inzwischen in einer Einwandererfamilie, doch im Kabinett findet sich niemand, der sie erkennbar repräsentiert. "Die neue Regierung ist so bunt wie eine weiße Wand“, sagt ndo-Sprecherin Ferda Ataman. „Das ist ein peinliches Zugeständnis an die AfD und eine Weichenstellung aufs Abstellgleis." Auch Dominik Wullers, stellvertretender Sprecher der ndo, kritisiert: „Die Zukunft unseres Landes sind nicht die greisen Wählerinnen und Wähler der AfD, sondern die Neuen Deutschen Kinder, die gerade in Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart eingeschult werden und die Mehrheit im Klassenzimmer bilden."

Die gesamte Pressemitteilung finden Sie hier.

Kritik an Regierungsplänen zur Integration, Heimatministerium ist falsche Symbolpolitik

Pressemitteilung vom 9. März 2018

Am 9. und 10. März haben sich knapp 130 Initiativen zum Bundeskongress der neuen deutschen organisationen (ndo) getroffen, dem größten Vernetzungstreffen von people of color und Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland. Im Vorfeld der Konferenz haben Sie in einem Pressestatement erklärt, warum sie die ersten Signale der Großen Koalition in Sachen Einwanderungsland Deutschland kritisch bewerten:

  1. Im Koalitionsvertrag finden sich Menschen mit Migrationsbezügen, die schon länger hier leben, nicht wieder.
  2. Das Heimatministerium ist Symbolpolitik für potenzielle rechte Wähler. Was wir aber brauchen, ist eine Symbolpolitik für Vielfalt.
  3. Gerade jetzt sei ein verbesserter Diskriminerungsschutz nötig, mehr Unterstützung für Migrantenorganisationen und Neue Deutsche Organisationen sowie positive Maßnahmen, die Menschen mit Rassismuserfahrung in Führungspositionen bringen.

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.

Die Koalitionsparteien verhandeln in diesen Tagen Deutschlands zukünftige Migrations- und Integrationspolitik. Aus diesem Anlass haben die neuen deutschen organisationen (ndo) und die Türkische Gemeinde Deutschland erstmals gemeinsam mit Migrantenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen, Lesben- und Schwulenverbänden, Wissenschaftler*innen und religiösen Initiativen einen breiten zivilgesellschaftlichen Appell an die Koalitionsparteien verfasst. 
 
„Die Koalitionsverhandlungen stehen bei Migrationsfragen vor allem unter dem Einfluss der ‚besorgten Bürger’, die sich politisch stark rechts orientieren“, sagt ndo-Sprecherin Ferda Ataman. „Das ist ein fataler Fehler. Hier wird nur eine kleine Minderheit der Bürger*innen in den Blick genommen. Die anderen, die sich für Europa, für Frauenrechte, für die Rechte von Homosexuellen und Transpersonen, für einen freizügigen Arbeitsmarkt, für Geflüchtete und gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung stark machen, werden hier nicht berücksichtigt. Ebenso wenig diejenigen, die nicht betroffen, aber trotzdem besorgt sind, wegen des starken Rechtsrucks. Dabei ist das die Mehrheit der Gesellschaft.“ Zur Pressemitteilung

Die Bundesrepublik erlebt einen Rechtsruck wie nie zuvor. Trotzdem haben die Jamaika-Parteien vor allem über Flucht- und Migrationsthemen gestritten. Wichtige Fragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt fehlten in den Sondierungsgesprächen, müssen aber endlich auf den Tisch. Die NDO äußern sich in einer Pressmitteilung dazu:

„Das Scheitern von Jamaika kann auch eine Chance sein", sagt hier Dominik Wullers, stellvertretender NDO-Sprecher und Mitglied beim Verein Deutscher.Soldat. "Wir brauchen eine Vision für ein Land, das allen Menschen Heimat und Identität geben kann und keine kleinkarierten Zahlenspielchen mit dem Leben von verfolgten Menschen.“ „Es ist an der Zeit, über unsere Sorgen zu sprechen“, sagt NDO-Sprecherin Ferda Ataman. „Im Gegensatz zu den Flüchtlingsgegnern haben wir begründete Sorgen. Der Rechtsruck betrifft uns." „Wir brauchen eine Politik, die Rechtpopulismus  und -extremismus entschieden entgegentritt und für eine pluralistische Gesellschaft steht. Deswegen fordern wir ein ernst gemeintes, flächendeckendes, nationales Anti-Rassismus-Programm. Sofort“, erklärt Gün Tank, Geschäftsleiterin der NDO.

Um für mehr Sichtbarkeit zu kämpfen, treffen sich zum ersten Mal am 20. und 21. November Migrantenorganisationen zu einer Bundeskonferenz in Berlin. 46 Organisationen diskutieren hier ihre zentralen Forderungen an die Politik. Die NDO sind auch dabei. www.tgd.de/2017/11/09/20-21-november-2017-in-berlin/

Pressemitteilung vom 17. September 2017

Der Wahlkampf läuft, aber ohne die Stimmen von Migrant*innen. Um eine demokratische Teilhabe für alle zu sichern, veröffentlichen die Neuen Deutschen Organisationen (NDO) einen POLICY BRIEF mit Vorschlägen für eine zeitgemäße Förderpolitik im Einwanderungsland.

Im Bundestagswahlkampf 2017 sind Debatten über Migration, Integration, Geflüchtete und Muslime so präsent wie nie. Doch eine Stimme fehlt – die der Migrant*innen und Postmigrant*innen. Kaum eine NGO hat die Möglichkeit, gute Medienarbeit zu machen oder gar eine Kampagne zu starten. Grund dafür sind die weitgehend ehrenamtlichen und mittellosen Strukturen, in denen die Vereine und Initiativen arbeiten, die sich für Chancengerechtigkeit und gegen Rassismus engagieren. Die NEUEN DEUTSCHEN ORGANISATIONEN (NDO) setzen sich für mehr Mitsprache und Teilhabe ein und fordern eine neue Förderpolitik. Wie diese aussehen soll, schreiben sie in ihrem ersten Policy Brief.

Den Policy Brief finden Sie hier.

Zur gesamten Pressemitteilung gelangen Sie hier.

Neue Deutsche Organisationen gründen Geschäftsstelle in Berlin

Pressemitteilung vom 18. Juli 2017

Im Juli 2017 gründen die NDO ein eigenes Büro in Berlin, um ihre Vertreterinnen und Vertreter sichtbar zu machen, politischen Einfluss zu nehmen und Chancengerechtigkeit zu fördern. Mit Veranstaltungen, Pressegesprächen und Positionspapieren setzen sie sich von Berlin aus für eine vielfältige Gesellschaft ein, bringen sich in Debatten ein und bieten ein Expertenpool für Medien, Politik, Stiftungen und andere.

Zur Pressemitteilung

Pressemitteilung vom 3. Dezember 2016

„Wer die Vielfalt in Deutschland hinterfragt, ist realitätsblind“: Nachkommen von Einwanderern treffen sich erstmals in Hannover unter dem Dach der „Neuen Deutschen Organisationen“ (NDO). Sie wollen 2017 eine Gegenstimme zu Rechtspopulisten bilden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung!

Der 2. Bundeskongress in den Medien

Tagesspiegel: Die besorgten Bürger mit Migrationshintergrund

Deutschlandradio Kultur: Gegen die Dominanz der "besorgten Bürger" 

NRW im Gespräch mit den Neuen Deutschen Organisationen

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: "Auch sie sind das Volk"

Der 1. Bundeskongress in den Medien

Der erste Bundeskongress der "Neuen deutschen Organisationen“ (NDO) im Februar 2015 hat für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Unter dem Motto „Auch wir sind das Volk“ haben die „Neuen deutschen Medienmacher“ gemeinsam mit anderen NDOs eine Pressekonferenz veranstaltet und die Ergebnisse zur Diskussion gestellt. 

Hier finden Sie das Ergebnis-Papier.
Hier finden Sie die Presseerklärung.

Unser Ansprechpartner für die Presse ist
Dominik Wullers: wullersneue-deutsche-organisationen.de 

Einige Medienberichte dazu finden Sie hier:

Spiegel Online: "Kongress von Einwanderer-Nachkommen: Wann ist man deutsch?“ http://www.spiegel.de/politik/deutschland/einwanderer-nachkommen-neue-deutsche-kritisieren-umgang-mit-pegida-a-1017484.html

Süddeutsche Zeitung: „Sie wollen als Deutsche wahrgenommen werden“ http://www.sueddeutsche.de/kultur/debatte-um-integration-sie-wollen-als-deutsche-wahrgenommen-werden-1.2343309

DeutschlandradioKultur: "Neue Deutsche wollen sich einmischen" http://www.deutschlandradiokultur.de/kongress-in-berlin-neue-deutsche-wollen-sich-einmischen.2165.de.html?dram:article_id=311102

Tagesspiegel: "Einwanderungsland - die neuen Deutschen organisieren sich" http://www.tagesspiegel.de/politik/einwanderungsland-die-neuen-deutschen-organisieren-sich/11343328.html

Renk Magazin: "Deutschland neu denken - eine Nachschau zum 1. Bundeskongress der neuen Deutschen" http://www.renk-magazin.de/deutschland-neu-denken-eine-nachschau-zum-1-bundeskongresses-der-neuen-deutschen-organisationen/

Zeit: "Migration - Initiativen - Thesen - Einwanderung" http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/migration-initiativen-thesen-einwanderung

N-tv: "Neue Deutsche pochen auf ihren Platz" http://www.n-tv.de/politik/Neue-Deutsche-pochen-auf-ihren-Platz-article14479871.html

Pressekontakt

Ferda Ataman
E-Mail schicken

Telefon: 030-254 645 72

Pressemitteilungen

Pressemitteilung vom 13.9.2017
NDO-Policy Paper: Wir brauchen eine neue Förderpolitik

Pressemitteilung vom 3.12.2016
„Wer Vielfalt hinterfragt, ist realitätsblind

Pressemitteilung vom 29.2.2016
"Auch wir sind besorgte Bürger."