Deutschland – neu denken

Tagungsdokumentation:

1. Bundeskongress der Neuen Deutschen Organisationen
am 6. und 7. Februar 2015 in der Kalkscheune, Johannisstraße 2, 10117 Berlin

© Mosjkan Ehrari


Aus den Eingangsstatements:


„Hier sitzt das deutsche Volk des 21. Jahrhunderts.“
Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration

„Deutschland wird anders, wir werden anders.“
Dominik Wullers, Deutscher Soldat e.V.

„Es ändert sich etwas: Wir befinden uns in Zeiten hybrider Identitäten, Vielfalt ist Normalität. Migranten sind nicht mehr zwangsweise Experten für Migration, sondern sind Ärzte, Professoren, Politiker, Polizisten, Soldaten oder Lehrer. Das Ziel soll sein, Deutschland neu zu denken, in Deutschland neues Denken zu institutionalisieren.“
Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung

„Ziel soll sein, dass gleiche Chancen für alle bestehen, an der Gesellschaft teilzuhaben.“
Dr. Susanne Farwick, Stiftung Mercator

„Die Neuen Deutschen Organisationen definieren sich nicht mehr ethnisch: Wer ihr Anliegen teilt, ist herzlich willkommen und man engagiert sich zusammen, ganz egal, wie lange oder kurz die Vorfahren auf dem Gebiet der Bundesrepublik leben.“
Ferda Ataman, Neue Deutsche Medienmacher

Wozu der Kongress – und was sind Neue Deutsche Organisationen?

Deutschland ist ein Einwanderungsland, und das nicht erst seit gestern. In den vergangenen Jahren haben die Kinder und Enkel der sogenannten Gastarbeiter ganz unterschiedliche Organisationen und Initiativen gegründet. Bei allen Unterschieden verbindet sie ein gemeinsames Anliegen: Deutschland ist ihre Heimat – hier wollen sie sich einbringen, hier wollen sie mitreden.

Wie soll die Arbeit weitergehen? Welche Vernetzungsmöglichkeiten gibt es? Über diese und andere Fragen haben rund 180 Mitglieder aus 80 Organisationen auf dem ersten Bundeskongress diskutiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Stiftung Mercator und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Die in den vier Foren verhandelten Themen wurden im Rahmen von acht Arbeitstischen vertieft.